Petra Illing
Als gebürtige Heidelbergerin verfolgte ich das „Glück“ schon einige Jahre mit großer Aufmerksamkeit in der lokalen Presse und beobachtete, wie es immer weitere Kreise zog.
Oft dachte ich mir „Dafür könnte ich auch brennen!“
Denn in meiner Tätigkeit als Theaterpädagogin und Leiterin für Jeux Dramatiques erlebe ich, wie sich die Beschäftigung mit den eigenen Ausdrucksmöglichkeiten, die sich durch Theater und Spiel ergeben, „glücklich“ machen. Theaterspiel und Jeux Dramatiques - das Ausdrucksspiel aus dem Erleben - fördern eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung und ermöglichen vielfältige ästhetische Erfahrungen. Diese führen zu einem besseren Verständnis der eigenen Person und eröffnen neue Perspektiven . Bedürfnisse, Stärken und schöpferische Ressourcen, die neue Wege des Handelns ermöglichen, werden durch den achtsamen Blick ins Innere wahrgenommen. Die Achtsamkeit im Umgang mit dem Selbst fördert schließlich auch die Achtsamkeit im Umgang mit der Gruppe. Daraus erwächst ein positives Klima, in dem jedem Individuum Wertschätzung zuteil wird.
Die Gewissheit, dass meine Erfahrung für das „Schulfach Glück“ wertvoll sind, führten mich an die virtuelle Tür im Netz, hinter der das „Glück“ zu finden sein sollte. Ich klopfte an - und das „Glück“ öffnete umgehend. Das überraschte mich „wie aus heiterem Himmel“...und dann nahm alles seinen Lauf. Offensichtlich war ich zur rechten Zeit am rechten Ort. Und zum Glück konnte ich mit meinen Vorschlägen zur praktischen Umsetzung des „Schulfachs Glück“ für das aktuelle Pilotprojekt überzeugen. So bin ich nun als „Co-Pilotin“ mit Ernst Fritz-Schubert unterwegs. Nach einigen Orientierungsflügen sehe ich nun die ersten Etappen deutlich vor uns liegen...Brandaktuell, die Planung und Umsetzung des neuen Curriculums für unser einjähriges Pilotprojekt.
Ich bin überzeugt, dass wir Menschen jeden Alters stärken können. Man muss nur Räume dafür schaffen, in welchen Stärkung möglich werden kann. Das „Schulfach Glück“ ist hier ein wichtiger „Raumgestalter“ und befähigt Menschen selbst zum Gestalter zu werden, indem sie eine neue Sicht auf ihre Welt erfahren, Ziele definieren und deren Umsetzung planen.
„Dinge sind nie so wie sie sind, sie sind immer das, was man aus ihnen macht!“
Handeln erzielt Wirkung und führt Veränderungen herbei. Und das „Schulfach Glück“ fördert Kompetenzen, die ein zielbewusstes Handeln unterstützen.
Mit dem Ziel, durch mein Handeln etwas bewirken zu können, bin ich nun im Fritz-Schubert-Institut angekommen und freue mich, meine Erfahrungen in die Organisation, Planung und Umsetzung einbringen zu können. In der Rolle der Geschäftsführerin ist es mir auch ein besonderes Anliegen, alle Bereiche und Belange des Instituts und der Menschen, die sich an uns wenden, wahrzunehmen und zu klären, Prozesse einzuleiten und zu begleiten und das „Schulfach Glück“ gemeinsam mit Ernst Fritz-Schubert für weitere Zieletappen vorzubereiten.
